Trainer des FC Paderborn André Breitenreiter

André Breitenreiter (Bild: Northside/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Vom No-Name zum Aufsteiger

Die über einhundertjährige Geschichte des Vereins beginnt in den Jahren 1907 bis 1910, in denen sich in und um Paderborn insgesamt vier Amateurvereine bildeten, die sich nach und nach zusammenschlossen. Die letzte Fusion fand 1985 statt, bei der die TuS Paderborn-Neuhaus entstand, die 1997 dann in SC Paderborn 07 umbenannt wurde.

Während einige der Vorgängervereine auch in der 2. Bundesliga tätig waren, dauerte es nach 1985 insgesamt 20 Jahre, bis der Verein 2005 endlich wieder in die 2. Bundesliga aufsteigen konnte. Mit Ausnahme der Saison 07/08 hielt er sich dort auch und hat 2014 erstmalig den Sprung unter die besten Mannschaften der Bundesrepublik geschafft.

Fulminanter Saisonstart mit jungem Trainer

Im Jahr 2013 übernahm der ehemalige Bundesligaspieler (Hamburger SV, VfL Wolfsburg) André Breitenreiter den Verein als Cheftrainer. Breitenreiter hatte seine Trainer-A-Lizenz am 24. September 2009 als drittbester seines Jahrganges erhalten. Seitdem sammelte er Erfahrungen als Scout und Jugendtrainer sowie als Trainer einer Mannschaft der Regionalliga.

Ergebnisse der ersten 4 Spiele

  • SC Paderborn gegen 1. FSV Mainz (2:2)
  • Hamburger SV gegen SC Paderborn (0:3)
  • SC Paderborn gegen 1. FC Köln (0:0)
  • SC Paderborn gegen Hannover 96 (2:0)

Nach einem holprigen Start konnte er sein Team am 11. Mai 2014 endgültig in die 1. Bundesliga führen. Die ersten vier Spiele endeten mit zwei Unentschieden und zwei Siegen. Somit konnte die Mannschaft, wie auch drei andere Vereine der Liga, insgesamt acht Punkte erringen. Aufgrund der sehr guten Tordifferenz von 7:2 Toren liegen sie damit kurzzeitig auf dem ersten Tabellenrang.

Der Rekordmeister wird zum Belastungstest

Mit großer Euphorie blicken Spieler, Fans und Trainer auf den 23. September, an dem der SC Paderborn 07 auf den Meister FC Bayern München trifft. Das Auswärtsspiel wird in der Allianz-Arena in München ausgetragen. Die Fanbusse nach München sind bereits restlos ausgebucht und nach dem 2:0 Sieg über Hannover 96 ist den Liganeulingen einiges zuzutrauen.

Der FC Bayern München hingegen ist unter Zugzwang, auch er hat bereits zwei Siege zu verzeichnen. Hinzu kommen jedoch ebenfalls zwei Unentschieden, was nach aktueller Tordifferenz von 5:2 lediglich den vierten Platz in der Tabelle bedeutet. Alle erwarten einen Sieg, aber das 0:0 gegen den Tabellenvorletzten Hamburger SV hat gezeigt, dass Bayern offenbar noch nicht in der neuen Saison angekommen ist und die Bestleistungen eventuell noch auf sich warten lassen könnten.