Dank einer furiosen ersten Halbzeit und einer konzentrierten Leistung in der zweiten Hälfte setzte sich die DFB-Elf am ersten Vorrunden-Spieltag der Gruppe G gegen ein uninspiriertes Team aus Portugal durch. Dabei waren die ersten fünf Minuten der Partie die einzige Phase im gesamten Spiel, in der die technisch hochbegabten Portugiesen ihre Fähigkeiten zumindest ansatzweise andeuteten.

Nachdem sich die portugiesische Selecao in der Anfangsphase durch Superstar Cristiano Ronaldo und Hugo Almeida zwei Halbchancen herausspielte und so immerhin für ein wenig Gefahr sorgte, leitete ein von Mario Götze herausgeholter Elfmeter in der 12. Minute den Triumph der Deutschen ein. Der überraschend in der Startelf stehende Münchner Dribbelkünstler drehte sich nach einer schönen Kombination über Müller und Özil um seinen Gegenspieler Joao Pereira, wurde dabei am linken Oberarm festgehalten und schlussendlich zu Fall gebracht. Folgerichtig zeigte Schiedsrichter Milorad Mazic auf den Punkt. Verantwortung übernahm der wie gewohnt selbstbewusste Thomas Müller und nutzte die frühe Chance zur Führung eiskalt.

Thomas Müller als Nationalspieler

Mit einem Dreierpack wurde Thomas Müller zum Matchwinner. (Bild: Steindy/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

In der Folgezeit bestimmte die von Bundestrainer Joachim Löw glänzend eingestellte DFB-Elf das Geschehen und ließ das enorme Offensiv-Potenzial der Portugiesen um den amtierenden Weltfußballer Cristiano Ronaldo nur sehr selten zur Entfaltung kommen. Spielentscheidend waren dann zwei Situationen Mitte der ersten Halbzeit: Nach einer Kroos-Ecke sorgte zunächst Verteidiger Mats Hummels für die beruhigende 2:0-Führung, ehe der als Heißsporn bekannte portugiesische Abwehrchef Pepe seinem Ruf alle Ehre machte und Thomas Müller erst mit einem leichten Schlag zu Boden brachte und anschließend aufgrund eines angedeuteten Kopfstoßes frühzeitig zum Duschen geschickt wurde. Müller revanchierte sich auf seine Art und traf in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit in bester Müller-Manier zum 3:0-Halbzeitstand.

Da der Sieg der Deutschen angesichts des Drei-Tore-Vorsprungs und der Unterzahl der Portugiesen bereits zu Beginn der zweiten 45 Minuten feststand, ließen es beide Teams fortan deutlich ruhiger angehen, um bei äußerst hoher Luftfeuchtigkeit und gleißendem Sonnenlicht Kräfte zu sparen. Infolgedessen bot sich den Zuschauern im Stadion und an den Fernsehgeräten eine ereignisarme zweite Hälfte, in der lediglich Matchwinner Müller noch ein weiteres Mal auf sich aufmerksam machte und mit seinem Abstaubertor in der 78. Spielminute einen Dreierpack schnürte.

Torfolge:

1:0 Müller (FE) – 12. Minute
2:0 Hummels – 32. Minute
3:0 Müller – 45. Minute
4:0 Müller – 78. Minute