Theo Zwanziger, ehemaliger DFB-Präsident und Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees, meldete sich im „Handelsblatt“ zu Wort und gab eine Einschätzung zur WM in Katar. Der 68-jährige zweifelt an einer Austragung der Weltmeisterschaft in acht Jahren. „Ich bin alles andere als sicher, ob die WM in Katar ausgetragen wird, weil zu viel gewichtige Punkte nicht geklärt sind„, erklärte Zwanziger und nannte nachfolgend auch die Gründe.

Aus klimatischer Sicht sei eine Austragung der WM 2022 im Sommer nicht möglich. Gleichzeitig ließ Zwanziger verlauten, dass die FIFA an einer Neuvergabe des größten Fußballturniers des Jahres nicht vorbeikommt, wenn der amerikanische Staatsanwalt auch nur kleinste Fehler oder fließende Korruptionsgelder findet.

Hegt er hieran ernste Zweifel und spricht der FIFA eine Empfehlung aus, die Entscheidung zu überdenken, so wird der Kongress nicht umhin können, die WM neu zu vergeben„, sprach Zwanziger und spielte damit bereits eine Situation durch, die Fifa-Präsident Sepp Blatter ebenfalls andeutete. Blatter sprach vor wenigen Tagen davon, dass die WM-Vergabe an Katar ein „Fehler“ war.

Ehemaliger DFB Präsident Zwanziger

Theo Zwanziger sitzt aktuelle im FIFA-Exekutivkomitee. (Bild: Manuel Heinrich/Emha/Wikipedia unter unter CC BY SA 2.5)