Robert Lewandowski Polen

Robert Lewandowski hofft auf einen schnellen Wechsel zum FC Bayern München. (Bild: Slawek/Wikipedia unter CC BY-SA 2.0)

Noch zum Supercup demonstrierte Lewandowski gegen den Wunschverein seine Extraklasse. Elegante Technik, überragende Antizipation und ein für Stürmer seltenes Auge für den Mitspieler. Nicht umsonst wollen die Bayern den Polen am Liebsten noch in dieser Transferphase verpflichten. Nachdem sowohl Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund als auch der FC Bayern München auf einen Verbleib in dieser Saison einigten, schießt Lewandowski munter weiter gegen seinen Arbeitgeber.

Lewandowski fühlt sich betrogen

Ehrlich gesagt fühle ich mich von Borussia betrogen. Ich gebe immer alles, aber dass sie mich behalten, ist nicht fair“, sagte der Stürmer im Interview. Lewandowski beruft sich auf eine angebliche Absprache zwischen ihm und Geschäftsführer Watzke. Dieser bestätigte ihm im Laufe der letzten Saison, dass der Verein ihm keine Steine in den Weg legen werde. Nach dem klar wurde, dass der FC Bayern das gewünschte Ziel sein würde, und in Anbetracht der schwierigen Stürmersuche, verständigte man sich beim BVB intern auf einen Verbleib des Stürmers.

Erst am vergangenen Montag sagte Lewandowski, dass er immer alles für die Dortmunder geben werde und dass ihm alles externe auf dem Platz nicht interessiert. Eine gegenteilige Aussage findet sich nun auch im neuen Interview wieder: „Das Supercup-Spiel gegen Bayern war nur der Anfang der Saison. Ich weiß nicht, ob die Situation auf Dauer spurlos an mir vorbeigeht. […] Es wird eine Zeit kommen, wo ich mit schlechter Stimmung zum Spiel kommen werde.“

Watzke spürt den Unmut

Watzke nahm die Aussagen des polnischen Nationalstürmers gelassen hin und verwies auf das „spezielle Verhältnis“ zwischen ihm und Lewandowski. Weiterhin erzählte der Geschäftsführer, dass Lewandowski und er wesentlich weniger miteinander sprechen: „Es ist klar, dass er enttäuscht ist und das an meiner Person festmacht. Aber ich muss eben meine Entscheidungen im Sinne von Borussia Dortmund treffen.“ Ein Ende der Transfer-Posse ist nicht in Sicht und wird die Fans beider Lager sicher die gesamte Transferzeit beschäftigen.